TENNESSEE 

Der Musikstaat der USA 

Bürgerrechtsmuseum ehrt Michelle Obama

Das National Civil Rights Museum in Memphis hat Michelle Obama mit seinem Freedom Award ausgezeichnet. Zweiter Preisträger 2021 ist die Protestbewegung Poor People’s Campaign.

Am Abend des 14. Oktober 2021 ging in Memphis der diesjährige Preis des großen Museums der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung in einer festlichen Zeremonie an Michelle Obama sowie an die Protestbewegung Poor People’s Campaign, die an die gleichnamige historische Organisation unter der Führung Martin Luther Kings anknüpft. Am Live-Bühnenprogramm des Freedom Award im alten Orpheum Theatre mit zahlreichen musikalischen und poetischen Auftritten nahm das Publikum wegen der Pandemie online teil. Das National Civil Rights Museum hat mit der festlichen Verleihung des Freedom Award 2021 auch seinen 30. Geburtstag vom 28. September nachgefeiert.

Das National Civil Rights Museum am Todesort Dr. Martin Luther Kings öffnete seine Türen 1991. Den Bürgerrechtler, Pastor und Friedensnobelpreisträger hatte am 4. April 1968 auf einem Balkon des ehemaligen Lorraine Motel die Kugel eines Attentäters getroffen. Um den erhalten gebliebenen Tatort herum errichtete die amerikanische Bürgerrechtsbewegung ihr großes nationales Museum. Dessen Ausstellungen zeigen den schon vier Jahrhunderte dauernden Kampf der afroamerikanischen Bürger für ihre Gleichstellung und Freiheit. Besucher sehen auch das Motelzimmer, in dem Dr. King seine letzte Nacht verbracht hat – so, als hätte er es gerade erst verlassen.

Der Freedom Award ehrt „herausragende Individuen für ihre bedeutenden Beiträge zu den Bürger- und Menschenrechten“. Michelle LaVaughn Robinson Obama, die aus Termingründen online zugeschaltet war, erhielt den Freedom Award für ihre Arbeit, die sie als Anwältin für Benachteiligte geleistet hat und, aus ihrer Position als erste afroamerikanische First Lady der USA heraus, ihr Wirken als Rollenmodell für Frauen und Advokatin für gesunde Familien sowie für mehr Bildung insbesondere auch von heranwachsenden Mädchen. In der Dankesrede sprach Obama über den Kampf für soziale Gerechtigkeit. „Ich habe meine Selbstverpflichtung dafür erneuert.“, sagte Obama und rief das Publikum auf, sich ihr in der Erneuerung des eigenen Engagements anzuschließen.

Die Poor People’s Campaign macht mit spektakulären Aktionen darauf aufmerksam, dass soziale Gerechtigkeit für Afroamerikaner und andere gesellschaftliche Minderheiten auch mehr Fortschritte bei der wirtschaftlichen Gleichstellung erfordert.

Zu den Preisträgern des Freedom Award vergangener Jahre zählen unter anderen auch Coretta Scott King, Nelson Mandela, der Dalai Lama, Bill Clinton, Jimmy Carter, Michail Gorbatschow, Desmond Tutu, Rosa Parks, Lech Walęsa, Jitzchak Rabin, B.B. King, Stevie Wonder, John Lewis, Sidney Poitier, Harry Belafonte, Elie Wiesel, Oprah Winfrey und Joe Biden noch als Vizepräsident.

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