Corona in Tennessee

Auch Tennessee kämpft gegen die Pandemie. Hier lesen Sie über wesentliche Regelungen - über Einschränkungen und deren Lockerungen.

Stand: Mittwoch, 30. September, 16.15 Uhr

Ähnlich wie in Deutschland, Österreich und der Schweiz hat Tennessee vorsichtig Hotels, Restaurants, Einzelhandel und Attraktionen wiedereröffnet in vorab genau festgelegten Schritten, die von den Infektionszahlen abhängen. Ebenfalls wie in Europa gelten allerdings weiterhin Einschränkungen, zum Beispiel bei den Kapazitäten von Restaurants und Attraktionen, mit dem Ziel, die Entwicklung in die richtige Richtung zu lenken. Eine Sonderseite des Gesundheitsministeriums informiert laufend über die Entwicklung der Corona-Infektionen in Tennessee. Noch liegen die Infektionszahlen um ein Vielfaches höher als in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Von Ende Juli bis Anfang September gab es einen starken Rückgang der Neuinfektionen. Mitte September stiegen die Zahlen, jetzt aber gehen sie wieder deutlich zurück. Die Kurve zeigt nach unten. 

Seit dem 14. März besteht ein Einreisestopp der USA für die meisten Europäer aus dem Schengen-Raum und der Schweiz. Die deutsche Bundesregierung hat ihre generelle Reisewarnung für Auslandsreisen in Drittstaaten, also außerhalb der EU und einiger weiterer europäischer Länder, bis zum 1. Oktober verlängert. Einige Länder wurden von der Warnung inzwischen ausgenommen, nicht aber die USA. Ab 1. Oktober sollen statt der generellen Reisewarnung dann Einschätzungen für einzelnen Länder oder Teile davon kommen. 

Gouverneur Bill Lee hat die Notstandregelungen vom 12. März schon einige Male verlängert, zuletzt bis zum 31. Oktober. Dabei handelt es sich vor allem um Regelungen, die Verwaltung den Bedingungen under der Pandemie anzupassen. Bereits am 24. April hat der Gouverneur entschieden, dass die meisten Geschäfte in 89 der 95 Counties von Tennessee ab 1. Mai wieder öffnen durften. Seit dem 22. Mai galten für diese Counties per Gouverneurs-Erlass weitere Erleichterungen. Einzelheiten stehen im Tennessee Pledge, einem Maßnahmenplan, den die Regierung zusammen mit gesellschaftllich relevanten Gruppen erarbeitet hat. Restaurants, Einzelhandel und Attraktionen sind geöffnet, sofern sie Sicherheitsvorgaben einhalten. So muss ein Mindestabstand von sechs Fuß (1,8 Metern) gewährleistet sein. Angestellte müssen Masken tragen und auch sonst strengste Hygienevorgaben einhalten. Sie dürfen, müssen aber von ihren Gästen nicht verlangen, ebenfalls Masken zu tragen. Auch Konzerte sind jetzt in diesen Counties wieder möglich. Dabei muss aber, weil beim Singen leicht Viren verteilt werden können, ein Mindestabstand von 15 Fuß (4,7 Meter) zwischen Vokalisten und sowohl Publikum als auch Instrumentalisten eingehalten werden, was in kleinen Musiklokalen nur schwierig umsetzbar sein kann. Neben diesen wesentlichen Einschränkungen gelten vielfältige weitere Regelungen.

Knox County mit Knoxville hat sich, dank relativ geringer Infektionszahlen, dem Tennessee Pledge angeschlossen und um eigene Regeln ergänzt, darunter auch die Maskenpflicht in öffentlichen Gebäuden. Für die verbleibenden fünf Counties hat die Staatsregierung zusammen mit den lokalen Behörden örtliche Strategien ausgehandelt. Es handelt sich um: Shelby (mit Memphis), Madison (mit Jackson, nicht aber Brownsville), Davidson (mit Nashville), Hamilton (mit Chattanooga) und Sullivan (mit Kingston und dem Tennessee-Teil von Bristol).

Überall im Staat ist der Einzelhandel unter Einschränkungen wieder geöffnet. In vielen Städten, darunter auch Nashville, Memphis, Knoxville, Pigeon Forge und Franklin, gilt jetzt in der Öffentlichkeit Maskenpflicht.

Zur Wiedereröffnung von Memphis informieren Sie sich bitte in deutscher Sprache hier.

Nashville befindet sich vom 1. Oktober an das zweite Mal in die nun modifizierte dritte Phases seiner Wiedereröffnung. Diesen Schritt hatte die die Stadt wegen der bis dahin guten Entwicklung der Infektionen bereits am 22. Juni getan, musste aber am 3. Juli wegen dann steigernder Zahlen wieder zurück in die zweite Phase gehen. Jetzt gelten wieder teils weniger strenge Regeln, für Restaurants aber Verschärfungen: Im öffentlichen Raum gilt Maskenpficht. Geschäfte dürfen mit drei Vierteln ihrer Besucherkapazität geöffnet sein. Versammlungen von mehr als 25 Personen sind nur mit behördlicher Genehmigung zulässig und setzen ein bestätigtes Hygienekonzept voraus. Restaurants und Bars dürfen 50 Prozent ihrer Kapazität besetzen (für Restaurants waren es 75 Prozent in der Phase zwei) , aber nicht mehr als 100 Personen pro Stockwerk einlassen; für ihren Außenbereich gilt dasselbe Limit. Abstand muss dabei gewahrt werden, um 23.00 Uhr müssen die Lokale schließen. Nicht mehr als acht Personen dürfen an einem Tisch sitzen. Live-Musik ist in der Stadt erlaubt, nicht aber Tanzen. Busse dürfen zu 50 Prozent besetzt sein, dies aber mit maximal 15 Fahrgästen. Über Einzelheiten informiert die Stadtverwaltung hier. Die Wiedereröffnung läuft unter dem Programm "Good to Go". Das Verkehrsbüro der Stadt und die Universitätsklinik der renommierten Hochschule Vanderbilt beraten und zertifizieren Geschäfte aller Art, die Touristen bedienen, auch Musikclubs und Einzelhandel. Dieses Programm ist das erste seiner Art in den USA. 

Auch die 54 State Parks in Tennessee haben wieder eröffnet, einschließlich Übernachtungen. Es ist ratsam, jeden Besuch vorab online anzumelden, da sonst die Abweisung am Eingang wegen zu großer Besucherzahlen möglich ist. Parks können wieder geschlossen werden, sobald sich dort zu hohe Besucherzahlen abzeichnen sollten.

Hier einige weitere, keineswegs vollständige Nachrichten, die uns erreicht haben. Für sämtliche Wiedereröffnungen unten gelten Einschränkungen:

  • Die Country Music Hall of Fame & Museum in Nashville sind wieder geöffnet. Wegen Begrenzungen der Kapazität empfiehlt das Museum, rechtzeitgig vor dem Besuch online Eintrittskarten zu kaufen.
  • Die Grand Ole Opry in Nashville, die gerade den 95. Geburtstag gefeiert hat, bietet bis mindestens Ende Oktober kostenlos gestreamte Konzerte an jedem Samstag. Ab 3. Oktober werden erstmals dazu auch jeweils 500 Präsenz-Zuschauer eingelassen. Dies entspricht nur einem Bruchteil der regulären Kapazität, sodass Vorab-Reservierungen für den Besuch notwendig sind. Es gibt wieder Backstage-Touren hinter der Bühne.
  • Das Frist Art Museum in Nashville ist für Besuche mit vorab online gekauften Tickets wieder geöffnet.
  • Top-Musiker in Nashville haben sich schon vor eine Weile zu Live-Konzerten im Netz ohne Publikum im Raum zusammengetan, teils von ihren Wohnzimmern aus, die zudem als Aufzeichnungen abrufbar sind - auch in Europa.
  • Der Great Smoky Mountains National Park öffnet seit dem Mai schrittweise. Die allermeisten Straßen sind wieder geöffnet worden, nur die Porters Creek Road bleibt für motorisierte Fahrzeuge vorerst noch geschlossen. Die Visitor Centers sind wieder geöffnet, sowie auch einige der Campingplätze.
  • Dollywood in Pigeon Forge ist wieder geöffnet, so wie auch das DreamMore Resort. Die Ferienhäuser Dollywood’s Smoky Mountain Cabins waren durchgehend und sind weiterhin in Betrieb. Der Wasserpark Splash Country hat jetzt zum Saisonende geschlossen.
  • Die Dinner-Show Pirates Voyage in Pigeon Forge ist wieder geöffnet.
  • Die Dinner-Reitershow Dolly Parton's Stampede ist wieder geöffnet.
  • Das Dinner-Theater Paula Deen's Lumberjack Feud in Pigeon Forge und der dazugehörige Adventure Park sind wieder geöffnet.
  • Eine Sonderseite von Pigeon Forge sammelt viele Informationen über die Auswirkungen von Corona auf Attraktionen und Veranstaltungen in der Stadt. Auch die Nachbarstadt Sevierville informiert. In Sevier County, zu dem beide Städte gehören, gilt bis vorerst heute, 30. September, Maskenpflicht in der Öffentlichkeit.
  • Der Themenpark Anakeesta in Gatlinburg ist wieder geöffnet. Am 8. Juli wurde dort der neue Aussichtsturm AnaVisa eingeweiht mit Panoramablick auf das Hauptmassiv der Great Smoky Mountains und bei schönem Wetter auch bis nach Kentucky. Weil auch Gatlinburg zu Sevier County gehört, gilt bis vorerst heute Maskenpflicht.
  • Das tägliche kostenlose Konzert Blue Plate Special von WDVX in Knoxville ist vorerst ausgesetzt. Es gibt aber zur gewohnten Zeit montags bis samstags 12.00 Uhr Ortszeit Aufnahmen aus den Archiven, die zudem auch im Nachhinein als Podcast hörbar sind.
  • Das National Civil Rights Museum in Memphis ist wieder geöffnet.
  • Graceland mit seinem Besucherzentrum Elvis Presley's Memphis ist wieder geöffnet. Wegen der begrenzten Kapazität empfiehlt Graceland, Eintrittskarten vorab online zu kaufen. 
  • Das Tennessee Aquarium in Chattanooga ist wieder geöffnet. Es gilt Maskenpflicht.
  • Rock City Gardens bei Chattanooga, die auf dem Staatsgebiet von Georgia liegen, sind wieder geöffnet. Die Kapazitäten sind eingeschränkt. Deshalb wird die Online-Buchung von Eintrittskarten empfohlen. Es gilt Maskenpflicht.
  • Das Birthplace of Country Music Museum ist in der Zwei-Staaten-Stadt Bristol, das auf dem Staatsgebiet von Virginia liegt, ist wieder geöffnet.
  • Bonnaroo, das große Rock-Festival im Woodstock-Stil in Manchester, war für 2020 endgültig abgesagt worden. Es hatte bereits eine Verschiebung von Juni auf den September gegeben, aber dieser Plan wird nun nicht umgesetzt. Das nächste Bonnaroo ist für den 2. bis 5. September 2021 geplant. 
  • Das CMA Fest 2020 in Nashville, es war für den Juni geplant, wurde abgesagt. Tickets für das weltweit größte Festival der Country Music sollen ihre Gültigkeit für das CMA Fest 2021 vom 10. bis 13. Juni behalten. Auch sollen Erstattungen unter bestimmten Voraussetzungen möglich sein. Das Festival informiert auf einer Sonderseite.
  • Der Festivalmonat Memphis in May ist nun endgültig wegen Corona für 2020 abgesagt worden. Ursprünglich für den Mai geplant, waren die Veranstaltungen auf den Herbst 2020 verschoben worden. Aber die neuen Termine für 2021 stehen schon fest: 30. April bis 29. Mai. So soll das Beale Street Music Festival vom 30. April bis 2. Mai an den Start gehen, und der World Championship Barbecue Contest vom 12. bis 15. Mai.

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