Corona in Tennessee

Auch Tennessee kämpft gegen die Pandemie. Hier lesen Sie über wesentliche Regelungen - über Einschränkungen und deren Lockerungen.

Stand: Freitag, 3. Juni, 16.45 Uhr 

Ähnlich wie in Deutschland, Österreich und der Schweiz erleben wir in Tennessee gerade vorsichtige Wiedereröffnungen von Hotels, Restaurants, Einzelhandel und Attraktionen in vorab genau festgelegten Schritten, die von den Infektionszahlen abhängen. Ebenfalls wie in Europa gelten allerdings weiterhin Einschränkungen, zum Beispiel bei den Kapazitäten von Restaurants und Attraktionen. 

Seit dem 14. März besteht ein Einreisestopp der USA für die meisten Europäer aus dem Schengen-Raum und der Schweiz. Die Regelung wurde am 14. April auf unbestimmte Zeit verlängert. Die deutsche Bundesregierung hat ihre generelle Reisewarnung für Auslandsreisen in Drittstaaten, also außerhalb der EU und einiger weiterer europäischer Länder, nicht aber die USA.

Eine Sonderseite des Gesundheitsministeriums informiert laufend über die behördlich bekannten Fälle von Corona-Infektionen in Tennessee.

Gouverneur Bill Lee hat die Notstandregelungen von ursprünglich 12. März bis nun zum 29. August verlängert. Dabei handelt es sich vor allem um Regelungen, die Verwaltung den Bedingungen under der Pandemie anzupassen. Bereits am 24. April hat der Gouverneur entschieden, dass die meisten Geschäfte in 89 der 95 Counties von Tennessee ab 1. Mai wieder öffnen durften. Seit dem 22. Mai gelten für diese Counties per Gouverneurs-Erlass weitere Erleichterungen. Einzelheiten stehen im Tennessee Pledge, einem Maßnahmenplan, den die Regierung zusammen mit gesellschaftllich relevanten Gruppen erarbeitet hat. Restaurants, Einzelhandel und Attraktionen sind geöffnet, sofern sie Sicherheitsvorgaben einhalten. So muss ein Mindestabstand von sechs Fuß (1,8 Metern) gewährleistet sein. Angestellte müssen Masken tragen und auch sonst strengste Hygienevorgaben einhalten. Sie dürfen, müssen aber von ihren Gästen nicht verlangen, ebenfalls Masken zu tragen. Auch Konzerte sind jetzt in diesen Counties wieder möglich. Dabei muss aber, weil beim Singen leicht Viren verteilt werden können, ein Mindestabstand von 15 Fuß (4,7 Meter) zwischen Vokalisten und sowohl Publikum als auch Instrumentalisten eingehalten werden, was in kleinen Musiklokalen nur schwierig umsetzbar sein kann. Neben diesen wesentlichen Einschränkungen gelten vielfältige weitere Regelungen.

Knox County mit Knoxville hat sich inzwischen, dank relativ geringer Infektionszahlen, dem Tennessee Pledge angeschlossen. Für die verbleibenden fünf Counties arbeitet die Staatsregierung zusammen mit den lokalen Behörden örtliche Strategien aus. Es handelt sich um folgende Counties: Shelby (mit Memphis), Madison (mit Jackson, nicht aber Brownsville), Davidson (mit Nashville), Hamilton (mit Chattanooga) und Sullivan (mit dem Tennessee-Teil von Bristol und Kingsport).

Überall im Staat ist der Einzelhandel unter Einschränkungen wieder geöffnet.

Zur Wiedereröffnung von Memphis informieren Sie sich bitte in deutscher Sprache hier. Live-Musik im kleinen Rahmen ist in Memphis bereits seit 17. Juni wieder möglich. Seit dem 26.Juni besteht wegen wieder steigender Infektionszahlen zwingend Maskenpflicht.

Nashville war am 22. Juni, aufgrund der bis dahin guten Entwicklung der Infektionszahlen, in die dritte Phase seiner Wiedereröffnung getreten. Live-Musik war damit in Clubs und kleineren Musikhallen wieder erlaubt. Restaurants durften 75 Prozent ihrer Kapazität besetzen. Dies alles unter strengen Regeln. Wegen eines darauf folgenden Anstiegs der Infektionszahlen hat die Stadt am 2. Juni beschlossen, in die Phase 2 zurück zu kehren. Bars sind jetzt für zwei Wochen wieder komplett beschlossen, weil sie als einer der wichtigsten Infektionsherde erkannt worden sind. Restaurants dürfen nur noch zu 50 Prozent besetzt werden und Versammlungen über 20 personen sind verboten. Das Feuerwerk zum 4. Juli ist abgesagt. Über Einzelheiten informiert die Stadtverwaltung hier. Die Wiedereröffnung läuft unter dem Programm "Good to Go". Das Verkehrsbüro der Stadt und die Universitätsklinik der renommierten Hochschule Vanderbilt beraten und zertifizieren Geschäfte aller Art, die Touristen bedienen, auch Musikclubs und Einzelhandel. Dieses Programm ist das erste seiner Art in den USA. Seit dem 29. Juni gilt in der Öffentlichkeit eine Maskenpflicht, die seit dem 3. Juli mit Bußgeldern und Strafen durchgesetzt werden soll.

Auch die 54 State Parks in Tennessee haben wieder eröffnet, einschließlich Übernachtungen. Es ist ratsam, jeden Besuch vorab online anzumelden, da sonst die Abweisung am Eingang wegen zu großer Besucherzahlen möglich ist. Parks können wieder geschlossen werden, sobald sich dort zu hohe Besucherzahlen abzeichnen sollten.   

Hier einige weitere, keineswegs vollständige Nachrichten, die uns erreicht haben:

  • Bonnaroo, das große Rock-Festival im Woodstock-Stil in Manchester, ist für 2020 endgültig abgesagt worden. Es hatte bereits eine Verschiebung von Juni 2020 auf den September gegeben, aber dieser Plan wird nun nicht umgesetzt. Das nächste Bonnaroo ist für den 17. bis 20. Juni 2021 geplant. 
  • Das CMA Fest 2020 in Nashville, es war für den Juni geplant, ist abgesagt worden. Tickets für das weltweit größte Festival der Country Music sollen ihre Gültigkeit für das CMA Fest 2021 behalten. Auch sollen Erstattungen unter bestimmten Voraussetzungen möglich sein. Das Festival informiert auf einer Sonderseite.
  • Die Country Music Hall of Fame & Museum in Nashville sind noch bis vorerst 31. Juli geschlossen.
  • Die Grand Ole Opry in Nashville hat bis einschließlich 7. August alle Live-Konzerte mit Publikum in der Konzerthalle ausgesetzt, streamt aber Konzerte. Auch gibt es jetzt wieder Backstage-Touren hinter der Bühne. 
  • Das Frist Art Museum in Nashville ist seit dem 1. Juli  für allgemeines Publikum mit vorab online gekauften Tickets wieder geöffnet. Die aktuellen Ausstellungen werden verlängert.
  • Top-Musiker in Nashville haben sich schon vor eine Weile zu Live-Konzerten im Netz ohne Publikum im Raum zusammengetan, teils von ihren Wohnzimmern aus, teils auf Bühnen, die zudem als Aufzeichnungen abrufbar sind - auch in Europa. Am Nationalfeiertag 4. Juli treten bespielsweise Keb' Mo' und die Oak Ridge Boys auf. Beides beginnt schon um 15.00 Uhr Ortszeit, also um 22.00 Uhr bei uns.
  • Der Great Smoky Mountains National Park öffnet seit dem 9. Mai in Phasen. Die allermeisten Straßen sind wieder geöffnet worden. Noch bestehende kleinere Einschränkungen sind auf der Website aufgeführt. Die Visitor Centers sind wieder geöffnet, sowie auch einige der Campingplätze. 
  • Dollywood und der Wasserpark Splash Country in Pigeon Forge haben seit dem 17. Juni  wieder geöffnet. Auch das DreamMore Resort ist geöffnet. Die Ferienhäuser Dollywood’s Smoky Mountain Cabins waren durchgehend und sind weiterhin in Betrieb.
  • Die Dinner-Show Pirates Voyage in Pigeon Forge hat wieder geöffnet.
  • Die Dinner-Reitershow Dolly Parton's Stampede hat für den 3. Juli die Wiedereröffnung angekündigt.
  • Das Dinner-Theater Paula Deen's Lumberjack Feud in Pigeon Forge und der dazugehörige Adventure Park haben wieder geöffnet.
  • Eine Sonderseite von Pigeon Forge sammelt viele Informationen über die Auswirkungen von Corona auf Attraktionen und Veranstaltungen in der Stadt. Auch die Nachbarstadt Sevierville informiert.
  • Der Themenpark Anakeesta in Gatlinburg ist seit dem 21. Mai mit Einschränkungen wieder geöffnet.
  • Das tägliche kostenlose Konzert Blue Plate Special von WDVX in Knoxville ist vorerst ausgesetzt. Es gibt aber zur gewohnten Zeit montags bis samstags 12.00 Uhr Ortszeit Aufnahmen aus den Archiven, die zudem auch im Nachhinein als Podcast hörbar sind.
  • Das National Civil Rights Museum in Memphis hat seine Wiedereröffnung für den 1. Juli angekündigt.
  • Graceland mit seinem Besucherzentrum Elvis Presley's Memphis ist seit dem 21. Mai mit Einschränkungen wieder geöffnet. Es ist sichergestellt, dass alle Gäste ausreichend Sicherheitsabstand halten können. Für Desinfektionsmittel ist ebenso gesorgt wie für alle gängigen Möglichkeiten des bargeldlosen Zahlens. Die Angestellten im öffentlich zugänglichen Bereich tragen Masken. Für Besucher ist dies nicht vorgeschrieben. Wegen der begrenzten Kapazität empfiehlt Graceland, Eintrittskarten vorab online zu kaufen. 
  • Der Festivalmonat Memphis in May ist nun endgültig wegen Corona für 2020 abgesagt worden. Ursprünglich für den Mai geplant, waren die Veranstaltungen auf den Herbst 2020 verschoben worden. Aber die neuen Termine für 2021 stehen schon fest: 30. April bis 29. Mai. So soll das Beale Street Music Festival vom 30. April bis 2. Mai an den Start gehen, und der World Championship Barbecue Contest vom 12. bis 15. Mai.
  • Das Tennessee Aquarium in Chattanooga hat am 18. Juni für Touristen wieder eröffnet.
  • Rock City Gardens bei Chattanooga, die auf dem Staatsgebiet von Georgia liegen, sind wieder geöffnet. Die Kapazitäten sind eingeschränkt. Deshalb wird die Online-Buchung von Eintrittskarten empfohlen.
  • Das Birthplace of Country Music Museum ist in der Zwei-Staaten-Stadt Bristol, das auf dem Staatsgebiet von Virginia liegt, ist wieder geöffnet.

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