Fotoausstellung zeigt das alte Columbia

Eine Doppel-Ausstellung in Columbia zeigt noch bis zum 25. Juli historische Schwarz-Weiß-Aufnahmen des Kleinstadtlebens im Süden der USA von 1875 bis 1969.  

Die Ausstellung Focus on Columbia’s Past spricht Foto-Enthusiasten ebenso an wie Geschichtsinterressierte und lenkt den Blick auf eine Stadt im Süden von Mittel-Tennessee, die Besuchern auch sonst einiges zu bieten hat. Viele Negative, an denen der Zahn der Zeit genagt hatte, wurden unter Einsatz modernster Digitaltechnik wieder in den ursprünglichen Zustand zurück versetzt. 

Für die Schau kooperiert das Kunstmuseum Pryor Art Gallery, die zur Hochschule Columbia State Community College gehört, mit dem örtlichen Spezialstudio für alte Fotografie 7W7thCo Vintage Photo Gallery. An beiden Orten sind Schwarz-Weiß-Fotografien zu sehen, die zumeist von den Fotografen des örtlichen Orman Studio stammen, unter ihnen auch der Gründer W.A. Orman, sein Sohn Claude “Buster” Orman und Ray Burt, der letzte Inhaber.  Die Pryor Art Gallery zeigt neben Fotos aus dem allgemeinen Stadtleben auch alte Kameras. W7thCo ergänzt dies mit Aufnahmen unterschiedlicher Verkehrsmittel - was in Columbia neben Oldtimer-Autombilen immer auch Maultiere heißt. Seit dem 19. Jahrhundert gilt die Stadt als die Hauptstadt des Maultiers und feiert dies auch jedes Jahr Ende März mit dem großen Festival "Mule Days".

Der Zutritt zu der Doppel-Ausstellung ist kostenlos. Auf dem Campus der Hochschule findet man die Schau im Waymon L. Hickman Building. Sie ist geöffnet vom 8. Juni bis 25. Juli Montag bis Donnerstag 8.00 bis 20.00 Uhr, am Freitag und Samstag nur bis 16.00 Uhr. Die W7thCo Vintage Photo Gallery, einen Spezialisten für historische amerikanische Fotos, findet man im Stadtzentrum unter der Adresse 107 West 7th Street. Öffnungszeiten dort sind Freitag und Samstag 10.00 bis 18.00 Uhr und Sonntag 12.00 bis 16.00 Uhr.

Columbia ist nach einem gewissen Dornröschenschlaf gerade wieder touristisch aufgewacht. In der historischen Altstadt rund um das alte Gerichtsgebäude gibt es jetzt viele kleine Läden, schöne Cafés und Eisdielen sowie Kneipen mit Live-Musik. Zu den Attraktionen zählen auch das James K. Polk Home & Museum, das Haus des 11. Präsidenten der USA von 1845 bis 1849 aus Columbia und viele weitere schöne Südstaatenvillen aus der Zeit vor dem Bürgerkrieg. Sehenswert ist auch die Künsterkolonie Columbia Arts District im Herzen der Stadt..